{"id":38084,"date":"2020-08-20T08:00:00","date_gmt":"2020-08-19T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/voyapon.com\/de\/?p=38084"},"modified":"2024-12-02T08:27:25","modified_gmt":"2024-12-01T23:27:25","slug":"berg-mitake-tokio-japan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/voyapon.com\/de\/berg-mitake-tokio-japan\/","title":{"rendered":"Der Berg Mitake: Natur und Spiritualit\u00e4t am Rande Tokios"},"content":{"rendered":"\n
Seid ihr M\u00fcde von der st\u00e4dtischen Hektik Tokio<\/a>s? Oder auf der Suche nach frischer, s\u00fc\u00df riechender Luft? Liebt ihr die Natur und das Wandern? Ihr werdet froh sein zu erfahren, dass das perfekte Ziel nur etwas mehr als eine Stunde von der Hauptstadt entfernt<\/strong> ist. Der Berg Mitake (\u5fa1\u5cb3\u5c71), westlich von Tokio, ist ein echtes Juwel, von dem viele ausl\u00e4ndische Besucher nichts wissen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n Oberhalb der Stadt Ome ist dieser 929 Meter hohe Berg das Tor zum Nationalpark Chichibu-Tama-Kai<\/strong>. Nach zwei Monaten in Tokio war es Zeit, unsere Lungen mit frischer Luft zu f\u00fcllen und sich den W\u00e4ldern, Bergen und Schreinen hinzugeben. Der Berg Mitake schien der perfekte Ort zu sein, um der Stadt zu entkommen.<\/p>\n\n\n\n Die Geheimnisse eines Berges m\u00fcssen entdeckt werden, denn normalerweise enth\u00fcllen sie ihre Geheimnisse nicht so einfach. Der Berg Mitake macht da keine Ausnahme. Es gibt verschiedene M\u00f6glichkeiten, den Berg zu besteigen, je nachdem, wie viel k\u00f6rperliche Anstrengung ihr aufbringen m\u00f6chtet.<\/p>\n\n\n\n Die Mitake Tozan Seilbahn<\/strong> ist derzeit der praktischste und schnellste Weg, um den Berg zu erklimmen. Es dauert nur 6 Minuten vom Bahnhof Takimoto, um die Haltestelle auf 831 Metern zu erreichen. Von dort m\u00fcsst ihr weitere 10 Minuten laufen, um das Touristeninformationszentrum zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n Dank zweier Wanderwege<\/strong>, die sich nach oben schl\u00e4ngeln, ist es m\u00f6glich, den Berg Mitake vollst\u00e4ndig zu Fu\u00df zu besteigen. Die einfachste Route startet an der Mitake Station<\/strong> und dauert etwa 2 Stunden und 50 Minuten, um den Shinto-Schrein auf dem Gipfel zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n Wir entschieden uns f\u00fcr die zweite Route, die von der Station Kori<\/strong> aus startet und etwas mehr als 2 Stunden dauert, um den Gipfel zu erreichen. Die Wanderung nach oben war mit Abstand eine Herausforderung und unsere Reise f\u00fchrte uns durch den dichten Wald, als der Nebel durch die B\u00e4ume kroch und eine wahrhaft mystische Atmosph\u00e4re schuf.<\/p>\n\n\n\n Die Schwierigkeit der Wanderung hatten wir schon bald darauf vergessen, als wir in die Landschaft um uns herum eintauchten. Die B\u00e4ume zeigten ihre sch\u00f6nen herbstlichen Farben, als sich die Route mit T\u00f6nen in Gelb, Orange und Rot f\u00fcllte. Unterwegs gab es zahlreiche Picknickpl\u00e4tze, die sich ideal zum Ausruhen oder Verweilen mit der Familie und Freunden eignen.<\/strong> Au\u00dferdem bieten sie eine fantastische Gelegenheit, ein Foto in einer wundersch\u00f6nen Umgebung zu machen.<\/p>\n\n\n\n Unabh\u00e4ngig davon, welchen Weg ihr zum Gipfel nehmt, entdeckt ihr, nachdem ihr das Touristeninformationszentrum passiert habt, ein kleines Dorf im Herzen des Berges<\/strong>. \u00dcberall auf den Stra\u00dfen befinden sich traditionelle Holzh\u00e4user, kleine St\u00e4nde, Souvenirl\u00e4den und einige Restaurants. Hier zeigt sich eine authentische Seite Japans, die euch anziehen und euch helfen wird, die anstrengende Wanderung zu vergessen. Diese einzigartige Einkaufsstra\u00dfe f\u00fchrt zu den Stufen des Schreins und mit etwas mehr Aufwand, erreichten wir auch endlich den sch\u00f6nsten Punkt des Berges Mitake.<\/p>\n\n\n\n Der Musashi-Mitake-Schrein<\/strong> (\u6b66\u8535\u5fa1\u5dbd\u795e\u793e)<\/a> befindet sich auf dem Gipfel des Berges und beherbergt zahlreiche nationale Sch\u00e4tze. Er bietet einen herrlichen Panoramablick auf das umliegende Tal<\/strong>. Am Tag unseres Besuchs wurde die Sicht durch eine Wolkendecke beeintr\u00e4chtigt, aber wir wurden nicht entt\u00e4uscht, da dies den Ort nur umso stimmungsvoller machte. Die Wolken richteten unsere Aufmerksamkeit auf die sch\u00f6nen Farben des Hauptschreins und die Lebendigkeit der majest\u00e4tischen Kiefern. Die Gelassenheit f\u00fchrte dazu, dass sich eine nachdenkliche und besinnliche Stimmung in uns ausbreitete, die unseren Besuch umso ergreifender machte. Als wir durch den Komplex gingen, fanden wir ein separates Geb\u00e4ude, das wei\u00dfen W\u00f6lfen gewidmet war. \u201eDie \u201eO-Inu-sama\u201c, wie sie auf Japanisch genannt werden, sie sind die W\u00e4chter des Schreins und sollen vor b\u00f6sen Geistern und Hausbr\u00e4nden sch\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n Es ist auch m\u00f6glich, das Museum zu besuchen, in dem einige der nationalen Sch\u00e4tze aufbewahrt werden (Eintritt 300 Yen). Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Besucher die Nacht im Schrein verbringen und an einer Meditationssitzung teilnehmen.<\/p>\n\n\n\n Vom Schrein aus gibt es mehrere Wanderrouten, auf denen ihr den Wald weiter erkunden k\u00f6nnt. Wir empfehlen euch die Route zum Steingarten<\/strong>, da dieser sehr gut durch Beschilderungen gekennzeichnet und leicht zug\u00e4nglich ist. Der Weg schl\u00e4ngelt sich zwischen zwei Wasserf\u00e4llen hindurch, die \u00fcber eine Strecke von etwa 1,5 Kilometern durch moosbedeckte Felsen, Fl\u00fcsse und weitere kleine Wasserf\u00e4lle f\u00fchren. W\u00e4hrend des Wechsels zum Herbstlaub, das auf Japanisch als \u201eMomiji\u201c bekannt ist, ist das Gebiet mit leuchtend orangefarbenen Bl\u00e4ttern bedeckt. Dieser Ort f\u00fchrte uns in eine m\u00e4rchenhafte Welt<\/strong>, \u00e4hnlich wie Kindheitstr\u00e4ume, in denen sich Feen, Kobolde und andere imagin\u00e4re Kreaturen befinden, die dieses Land bewohnen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n Ein Rastplatz mit Picknicktischen, Toiletten und Unterst\u00e4nden befindet sich am Rande des Steingartens und ist der perfekte Ort, um dort zu Mittag zu essen. Wir waren neugierig auf die Picknickgewohnheiten der Japaner und hatten die Gelegenheit, diese aus erster Hand mitzuerleben. Wir waren \u00fcberrascht ein Paar in der N\u00e4he zu sehen, das mit einem gro\u00dfen Kochtopf und einem Herd, mitten im Wald, aufw\u00e4ndige Nudelgerichte zubereitete. Es stand in starkem Kontrast zu unserem kleinen Mittag, welches aber dennoch viel leichter und praktischer f\u00fcr die Wanderung war.<\/p>\n\n\n\n Nach einer dringend ben\u00f6tigten Pause setzten wir unsere Reise zu den beiden Hauptwasserf\u00e4llen fort. Nanayo no Taki <\/strong>(\u4e03\u4ee3\u306e\u6edd) liegt direkt am Wanderweg und ist \u00fcber eine versteckte Treppe erreichbar. Der Ayahiro no Taki<\/strong> (\u7dbe\u5e83\u306e\u6edd) Wasserfall f\u00e4llt dank eines kleinen Tori-Tors auf. Viele Menschen kommen hierher, um die Qualit\u00e4t des Wassers zu erleben und unter dem Wasserfall zu meditieren.<\/p>\n\n\n\n Bevor ihr den Berg Mitake wieder verlasst, k\u00f6nnt ihr die Wanderung auf einem abfallenden Pfad zum Berg Odake<\/strong> (\u5927\u5cb3\u5c71) auf einer H\u00f6he von 1267 Metern fortsetzen. Obwohl die letzten 20 Minuten die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung darstellen, hat sich der 360-Grad Panoramablick wirklich gelohnt, da die Aussicht, trotz der Wolken, spektakul\u00e4r war. <\/p>\n\n\n\n Auf den Wanderwegen k\u00f6nnt ihr bequeme Routen absolvieren und die Touristeninformation bietet Wanderkarten an<\/strong>, mit denen ihr einen Tagesausflug planen k\u00f6nnt.<\/p>\n\n\n\n Warum verl\u00e4ngert ihr die Wanderung nicht durch die umliegenden Schluchten, bevor ihr den Berg Mitake verlasst? Wenn ihr bereits die Sch\u00f6nheit des Berges genossen habt, hat die Umgebung ebenfalls viel zu bieten.<\/p>\n\n\n\n Bekannt f\u00fcr Amateurwassersportarten<\/strong>, insbesondere dem Kajakfahren, kommen viele Japaner w\u00e4hrend der Momiji<\/em>-Zeit, wenn das Herbstlaub seinen H\u00f6hepunkt erreicht, hierher. Es gibt einen angenehmen 4 Kilometer langen Spaziergang von der Station Mitake aus, der vorbei an Fl\u00fcssen, Steing\u00e4rten und W\u00e4ldern f\u00fchrt, und entweder an der Kawai oder der Sawai Station endet. Aufgrund des durch den Taifun Hagibis verursachten Schadens konnten wir nur die Schluchten vom Bahnhof aus bewundern. Vom Bahnhof aus hatten wir einen herrlichen Panoramablick auf die Gegend und konnten sogar einen Teil des Tama-Flusses sehen. Es war genug, um uns zufrieden zu stellen, auch wenn es eine Schande war, dass wir nicht n\u00e4her herankonnten.<\/p>\n\n\n\n In der N\u00e4he des Bahnhofs Mitake gibt es zahlreiche weitere Dinge zu erkunden, darunter Museen, kulturelle St\u00e4tten, Restaurants und eine Sake-Brauerei<\/strong>. Es ist f\u00fcr jeden Geschmack etwas dabei und dies wurde uns noch ein weiteres Mal best\u00e4tigt, als wir uns ins Caf\u00e9 Monaca setzten, um ein gutes Essen zu genie\u00dfen. Neben dem leckeren gr\u00fcnen Curry, das wir probierten, faszinierten der hausgemachte Matcha-Gr\u00fcntee und der Chiffon-Kuchen mit braunem Zucker und etwas s\u00fc\u00dflicher Schlagsahne unsere Gaumen. Es schmeckte sehr gut! Unsere Augen waren in diesem Moment sicherlich gr\u00f6\u00dfer als unsere M\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n Dieses kleine kulinarische Paradies befindet sich links vom Bahnhof entlang der Hauptstra\u00dfe. Das Caf\u00e9 Monaca ist leicht an seinem englischen Schild zu erkennen, das f\u00fcr ein einzigartiges Men\u00fc und festgelegte Gerichte wirbt, wie zum Beispiel 800 Yen f\u00fcr ein Hauptgericht oder 1200 Yen f\u00fcr ein Hauptgericht, ein Getr\u00e4nk und ein Dessert.<\/p>\n\n\n\n Das Gebiet von Mitake mit seinen Schluchten und dem Berg selbst ist voller \u00dcberraschungen. Bevor ihr euch auf das Abenteuer begebt, haltet an der Touristeninformation, die sich links vom Bahnhof befindet. Das freundliche Personal spricht perfekt Englisch und hei\u00dft die Besucher herzlich willkommen. Sie wussten ganz genau, was wir f\u00fcr den Tag brauchten und gaben uns alle notwendigen Informationen, von denen viele auf Englisch waren und sich als Gl\u00fccksfall erwiesen, um die Sch\u00e4tze von Mitake zu erleben. Au\u00dferdem nahmen sie auf dem Campingplatz eine Reservierung f\u00fcr uns vor.<\/p>\n\n\n\n Wenn ihr die Natur liebt, seid ihr bei Mitake genau richtig. Es ist der perfekte Ort, um sich in der Natur am Standrand von Tokio zu erholen. Und wenn ihr nach anderen Bergwanderungen in der N\u00e4he von Tokio sucht, dann k\u00f6nnt ihr auch den beliebten Berg Takao<\/strong> und den malerischen Berg Oyama<\/strong> aufsuchen.<\/p>\n\n\n\n Nehmt den \u201eNishi Tokyo Bus\u201c<\/strong> (die Bushaltestelle befindet sich 10 Meter links, wenn ihr den Bahnhof verlasst und die Stra\u00dfe \u00fcberquert) in Richtung Cable Shita (Takimoto Station).<\/p>\n\n\n\n Mit der Seilbahn fahren: <\/strong>590 Yen (einfache Fahrt) oder 1.110 Yen (Hin- und R\u00fcckfahrt) f\u00fcr Erwachsene und 300 Yen (einfache Fahrt) oder 560 Yen (Hin- und R\u00fcckfahrt) f\u00fcr Kinder.<\/p>\n\n\n\n<\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n
Bergsteigen am Berg Mitake: Die Seilbahn und Wanderwege<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
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Wanderzeiten auf dem Berg Mitake:<\/strong><\/h3>\n\n\n\n
Besucht den Musashi-Mitake Schrein<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
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Ein achtsamer Spaziergang auf dem Berg Mitake<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
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Verl\u00e4ngert eure Wanderung ins Tal<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
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N\u00fctzliche Informationen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n
Anfahrt nach Mitake vom Zentrum Tokios<\/strong><\/h3>\n\n\n\n
Nach Mitake<\/strong> gelangt ihr von der Station Shinjuku in Tokio<\/strong> aus:<\/h4>\n\n\n\n
Wie ihr zum Berg Mitake gelangt:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n
Aktivit\u00e4ten in der N\u00e4he von Mitake<\/strong><\/h3>\n\n\n\n