Gesponsert von der Stadt Murakami.

Nach einem langen Tag in Murakami checkte ich in ein Gästehaus ein, das sich in einem ruhigen Viertel am Rande der Stadt befand. Das Gästehaus nannte sich Iromusubi und wurde von einem Mann namens Furubayashi Takuya eröffnet, der erst vor kurzem, genauer gesagt 2018, aus Tokio nach Murakami gezogen war.

Als ich durch die Glassschiebetür eintrat, wurde ich sofort von Furubayashi und seiner Familie freundlich begrüßt. Überraschend war, dass sie fließend Englisch sprachen, was in dieser Region Japans eine Seltenheit ist. Zusammen mit Furabayashi setzte ich mich hin, da ich erfahren wollte, warum er beschlossen hatte, seinen leitenden Job in einer großen Firma in Tokio aufzugeben, um auf dem Land zu leben. Er erklärte mir, dass er nach der Geburt seiner zweiten Tochter realisiert hatte, wie schwierig es werden würde seine wachsende Familie unter dem Druck und dem engen Platzangebot, in einer der größten Metropolen der Welt, zu versorgen.

Seine Frau stammte ursprünglich aus Murakami und Furabayashi plannte nicht nur ein neues Leben auf dem Land zu beginnen, sondern auch zu helfen, die Stadt wieder neu zu beleben.

Furabayashi nutzte seine Erfahrung und sein Wissen aus seinem MBA, um eine Initiative in die Wege zu leiten, die Murakami dabei helfen soll, seine materiellen und immateriellen Vermögenswerte vor Ort zu nutzen, um Menschen aus anderen Teilen Japans und der ganzen Welt in diese Region zu locken. Dies nahm in seinem Gästehaus Gestalt an, wobei der Schwerpunkt auf der Unterstützung der örtlichen Gemeinschaft lag.

Die Mitarbeiterinnen in seinem Gästehaus sind hauptsächlich einheimische Frauen in ihren 60ern und 70ern, auch die Ressourcen, die er im Gästehaus verwendet, stammen von lokalen Bauern, wodurch er neue Arbeitsplätze in dieser Region schafft.

Lokale Zutaten im Iromusubi

Diese Bemühungen bemerkte ich während unseres Abendessens, das ausschließlich aus lokalen Produkten bestand, darunter Samurai-Reis, eine Reismarke die in Muakami angebaut wird, sowie eine Fülle von Gemüse- und Lachsgerichten aus Murakami. Abegrundet wurde das Abendessen mit dem berühmten Sake von Murakami.

Sowohl auf Japanisch, als auch auf Englisch erklärte Furabayashi jedes einzelne Gericht des Abendessens und ich war erstaunt, wie groß sein Versorgungsnetzwerk in Murakami war. Mein Abendessen an diesem Abend wurde von Dutzenden von Unternehmern und einzelnen Bauern aus der Region zubereitet. Die Qualität und Sorgfalt mit der es zubereitet wurde, sorgte für ein fantastisches Essen, welches nicht nur lecker war, sondern mir auch das Gefühl gab, dass ich dazu beigetragen hatte, diese schöne ländliche Region um mich herum unterstützt zu haben.

Nach der Hälfte des Essens kamen wir sogar in den Genuss köstlichen Shiobiki-Lachs zu grillen, der ein kulinarisches Symbol für Murakami ist. Im Anschluss an das Abendessen durfte ich eine weitere Spezialität von Iromusubi genießen – ihr Kräuterbad ist reich an Aromen von lokal geerntetem Lavendel und Yuzu-Zitronen.

Nach dem ich ein Bad genommen hatte, verschlug es mich direkt ins Bett, denn der nächste Tag im Gästehaus sollte bereits um 6 Uhr morgens beginnen, um die Zutaten für mein Frühstück selber zu ernten.

Wir verließen Iromusubi in den frühen Morgenstunden zusammen mit einigen anderen Gästen und gingen zu einem etwas 10 Minuten entfernten Feld mit Dutzenden von Parzellen, auf denen verschienes Gemüse und Obst angebaut wurde.

Hier trafen wir uns mit einigen einheimischen Bauern, die bei der Ernte unseres Frühstücks mithalfen.

Dazu gehörten Radieschen, Zwiebeln, Daikon, Salat, Chrysanthemenblätter, Brokkoli und einige andere exotischere Gemüsesorten.

Nachdem wir ungefähr 30 Minuten auf dem Feld verbracht hatten, brachten wir unsere Ernte zurück zum Gästehaus und bereiteten mit einigen einheimischen Frauen, die an diesem Morgen in der Küche arbeiteten, unsere Mahlzeiten zu.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ihre Arbeit an diesem Morgen gleich doppelt so schwer gestaltet habe, aber die Mitarbeiterinnen des Iromusubi waren so freundlich, mir so viel wie möglich beizubringen. Nach dem ich mitgeholfen hatte einige Salate und Gemüse zuzubereiten, beschloss ich mich zurückzuziehen und die Frauen das Frühstück rechtzeitig für die anderen Gäste fertigstellen zu lassen.

Hier ist das Endergebnis unserer Ernte an diesem Morgen. Unser Gemüse wurde von anderen Beilagen begleitet, darunter frischer Fisch aus dem Fluss und der schmackhafte Samurai-Reis, den ich in der Nacht zuvor lieben gelernt hatte. Ich hatte noch nie zuvor eine solche Erfahrung machen können, vom Feld direkt auf den Teller, und die Möglichkeit eine Mahlzeit aus Zutaten zu mir zu nehmen, die ich selber geerntet hatte. Die Verbindung die ich zu meinem Essen hatte, habe ich zuvor noch nie erlebt.

Der Einfluss des Iromusubi auf Murakami

Furayabashi betreibt ein exzellentes Gästehaus und seine Erklärungen und Erlebnisse, die er für die anderen Gäste und mich vorbereitet hatte, waren einfach fantastisch. Sie ermöglichten mir Kontakte zu Einheimischen von Murakami zu knüpfen und halfen mir diese ländliche Gemeinde bis ins kleinste Detail kennenzulernen, was andernfalls nur möglich gewesen wäre, wenn ich hier leben würde.

Dabei hilft der Gästehausinhaber andere Bewohner Murakamis darin zu schulen und aufzuklären, wie man die Kultur und den Charme dieser Region internationalen Reisenden wie mir zugänglich machen kann. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was er in den kommenden Jahren noch erreichen wird!

Eine Buchung können Sie auf seiner Webseite vornehmen oder Sie können ihm auch eine Nachricht auf seiner Facebook-Seite in Englisch schreiben, falls Sie Fragen haben.

Anfahrt und nützliche Zusatzinformationen

Von Tokio nach Niigata können Sie den Joeatsu Shinkansen nehmen. Von Niigata aus ist es möglich die Station Murakami mit der JR Uetsu Linie zu erreichen. Die Fahrt mit dem Shinkansen dauert ungefähr 3 Stunden und 50 Minuten, und wird mit dem JR Pass abgedeckt.

Informationen zur Region finden Sie auch auf der Seite der Touristeninformation Murakami. Wenn Sie mehr über Unterkünfte in Murakami wissen möchten, besuchen Sie diese Artikel unserer Seite:


Grüner Tourismus – Reisernte in Murakami
Die Nacht in den Bergen von Niigata im Gasthaus Goushikan verbringen

Originaltext von Derek Yamashita
Übersetzung von Yvonne

Voyapon

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