Informationen zur Kletter-Saison des Bergs Fuji 2020. Aufgrund der Bedenken über die Verbreitung von COVID-19 wurde die Entscheidung getroffen, die Kletterwege auf dem Fuji für die gesamte Saison 2020 zu sperren. Auch wenn dies sehr enttäuschend ist, verstehen wir die Bedenken hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit der Bergsteiger und freuen uns auf die Saison ab Juli 2021.

Der Berg Fuji (富士山) ist möglicherweise das bildhafteste Symbol überhaupt von Japan und wird sowohl von Touristen geliebt, als auch von den Bewohnern als heiliger Berg angesehen. Viele träumen davon den Gipfel zu erreichen, um den Sonnenaufgang von Japans höchstem und heiligstem Berg zu sehen.

Den Gipfel auf 3.776 Metern zu erreichen ist keine einfache Aufgabe, aber jedes Jahr strömen viele zum Fuji-san in der Hoffnung, diesen Punkt von ihrer To- Do Liste streichen zu können. Bevor ihr euch an die gigantische Aufgabe wagt, sind hier einige Dinge, die ihr wissen solltet – von „Ab wann ist die beste Zeit den Berg zu besteigen“ bis hin zu „Was erwartet mich auf dem Gipfel“.

1. Es gibt eine Wandersaison für den Fuji-san.

Obwohl ihr theoretisch zu jeder Zeit des Jahres den Fuji-san besteigen könnt, ist es empfehlenswert, dass ihr dies während der offiziellen Kletter-Saison, die in der Regel jährlich zwischen Juli und September ist, tut. Es ist nicht nur die wärmste und sicherste Zeit, um den Berg zu erklimmen, sondern Cafés und Geschäfte, in denen ihr Vorräte und Souvenirs kaufen könnt, sind während dieser Zeit geöffnet.

Nur erfahrenen Bergsteigern ist es überhaupt erlaubt den Fuji außerhalb der Saison zu erklimmen, und die Regeln und Vorschriften für diese Bergsteiger sind sehr streng. Ihr müsst nachweisen können, dass ihr überhaupt über die erforderliche Ausrüstung verfügt und einen Bergsteigeplan ausfüllen, der genehmigt werden muss. Die Behörden sind sehr besorgt um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Bergsteiger, daher gelten diese Regeln zum Schutz der Menschen selber. Die Regeln für das Erklimmen des Fuji-san außerhalb der Saison, könnt ihr auf der offiziellen Website nachlesen.

2. Es gibt nicht nur einen Weg hinauf!

Es gibt vier Wege, zwischen denen ihr wählen könnt, wenn ihr den Fuji-san erklimmen möchtet, und die sich im Schwierigkeitsgrad und der geschätzten Wanderzeit unterscheiden. Der Fuji-san ist in zehn separate Raststationen aufgeteilt und die meisten Wanderwege beginnen ab der 5. Station. Wiegt eure Möglichkeiten ab, bevor ihr einen Weg wählt!

Yoshida Pfad: Dies ist die beliebteste Route, die zum Teil einen Blick auf die fünf Seen des Fujis erlaubt, die ihr vom Ausgangspunkt aus sehen könnt.

Fujinomiya Pfad: Einer der üblicheren Wege ist der Fujinomiya Pfad und obwohl es der kürzeste Weg ist, ist er auch der Steilste, so dass manche sagen, dass er nicht unbedingt der Einfachste ist.

Subashiri Pfad: Dieser Pfad beginnt tiefer als die anderen Wanderwege, so dass ihr zu Beginn eurer Reise eine waldreiche Wanderung genießen könnt.

Gotemba Pfad: Der Gotemba Pfad ist der zeitaufwändigste Wanderweg und nicht für unerfahrene Wanderer geeignet.

3. Packt angemessen!

Das ist eigentlich selbstverständlich, denn wenn ihr den höchsten Berg Japans bezwingen wollt, müsst ihr auch angemessen packen! Aber was genau bedeutet das? Es gibt ein paar absolut unverzichtbare Dinge, die ihr mitnehmen solltet, um Worst-Case-Szenarien zu vermeiden.

Wanderschuhe – Das Gelände des Fuji-san variiert, wenn ihr den Berg erklimmen wollt. Aber im Allgemeinen ist das Gelände sehr uneben und felsig, und es besteht eine 100%-ige Chance, dass ihr stolpert und auf dem Hintern landen werdet. Um die Häufigkeit dieser Gefahr zu minimieren ist es wichtig robuste Wanderschuhe zu haben. Nein, Turnschuhe zählen nicht!

Warme Kleidung – Ja, es ist unerträglich heiß am Fuße des Fuji-san während der Wandersaison, aber ihr werdet feststellen, dass es an Station 7 so sein wird, als ob der Sommer geradewegs in den Winter übergegangen wäre. Auf dem Gipfel wird es sehr kalt, besonders nachts und am frühen Morgen. Packt Wärmepads bei Bedarf ein, aber tragt auch mehrere Schichten an Kleidung, die ihr nach Bedarf an- und wieder ausziehen könnt.

Taschenlampen – Jede Taschenlampe wird euch helfen den Fuji-san in der Nacht zu besteigen, gerade dann, wenn es schwierig ist euren nächsten Schritt zu sehen. Die meisten Wanderer entscheiden sich jedoch für Taschenlampen-Helme oder Taschenlampen-Stirnbänder, so dass ihre Hände frei sind zum Klettern. Es wird euer Leben um einiges einfacher machen!

Wasser – Die empfohlene Menge sind 2L, aber fühlt euch frei mehr einzupacken, wenn ihr in der Lage seid das Gewicht zu tragen. Denkt daran, dass es auf dem Fuji keine Mülleimer gibt, also müsst ihr alle Plastikflaschen mitnehmen und entsorgen, sobald ihr den Berg verlassen habt.

Snacks – Dies kann von Onigiri-Reisbällchen bis hin zu richtigem Mountain-Man-Jerky und Trail-Mix reichen… Packt ein, was auch immer euch mit der notwendigen Energie versorgt, die ihr braucht!

(Optional) Wanderstock – Ihr könnt Wanderstöcke in einem Geschenkeladen an der 5. Station des Bergs kaufen, bevor ihr die Wanderung beginnt. Während ihr die Stationen ablauft, könnt ihr ebenfalls Gravuren auf eurem Stock bekommen, um eure Fortschritte mitzuverfolgen. Die Gravuren kosten jedes Mal ein paar hundert Yen, behaltet das im Kopf! Wanderstöcke erleichtern die Wanderung und sind schöne Souvenirs.

(Optional) Komprimierter Sauerstoff – Wenn ihr unter der Höhenkrankheit leidet, kann komprimierter Sauerstoff wirklich helfen den Schwindel oder die Kurzatmigkeit zu lindern. Dosen sind an der 5. Station erhältlich.

4. Beginnt mit dem Aufstieg bei Nacht, um den Sonnenaufgang am Gipfel zu sehen.

Ihr könnt euren Aufstieg zu jeder Zeit beginnen, aber viele Wanderer entscheiden sich nachts zu starten, um den Gipfel am frühen Morgen zu erreichen. Gerade rechtzeitig, um den Sonnenaufgang zu sehen, der als “Goraiko” (ご来光) bekannt ist. Den Sonnenaufgang vom Gipfel des Fuji-san aus zu sehen, ist nicht nur eine atemberaubende Erfahrung, sondern wird auch als glücksverheißend bezeichnet.

5. Vorsicht vor der Höhenkrankheit!

Die meisten Menschen assoziieren die Höhenkrankheit mit Fliegen, aber in Wirklichkeit kann diese durchaus vorkommen, wenn man in extreme Höhen steigt. Symptome der Höhenkrankheit sind Schwindel, Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Übelkeit. Um Unbehagen zu vermeiden, solltet ihr mindestens 20 Minuten an jeder der zehn Stationen auf dem Weg ruhen, um euch an die Höhenänderungen anzupassen. Ihr könnt sogar in Hütten entlang der Strecke schlafen, aber ihr müsst im Voraus anrufen, um Reservierungen vorzunehmen und dafür eine Gebühr von rund 6.000 Yen bezahlen.

6. Ihr müsst bezahlen, um die Toiletten auf dem Fuji-san zu benutzen.

Ihr solltet daran denken, wenn ihr den Fuji-san besteigt, eine handvoll Münzen mitzubringen, da die Toiletten auf dem Berg nicht kostenlos sind. Nicht nur das, sondern die Kosten steigen kontinuierlich an, je höher ihr kommt. Plant ungefähr zwischen 200-300 Yen pro Toilettenpause ein.

7. Ihr könnt an einem Schrein beten, Ramen essen und sogar Postkarten vom Gipfel verschicken!

Auf dem Gipfel des Fuji-san warten jede Menge Erlebnisse. Dort findet ihr die Schreine Kusushi und Okumiya, Restaurants, Souvenirläden und vieles mehr. Interessanterweise findet ihr auch eine funktionierende Poststelle, von wo aus ihr Postkarten an eure Liebsten senden könnt, die ihr so wissen lassen könnt, dass ihr den Gipfel in (hoffentlich) einem Stück erreicht habt!

Und während ihr dort oben seid, vergesst bitte nicht den Krater zu besuchen – der Fuji-san ist immerhin ein Vulkan!

Macht den Berg Fuji zum Teil einer größeren Reiseroute

Den Fuji zu erklimmen ist eine große Leistung, aber es sollte nicht eure einzige Aktivität in diesem Teil Japans sein. Betrachtet den Aufstieg als Teil einer größeren Reiseroute und seht euch einige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in der Nähe an. Wir empfehlen einen Besuch im Kawaguchiko Music Forest, einen Besuch einiger Schreine und Höhlen in der Umgebung und die luxuriösen Hotels, Spas und Onsen im nahe gelegenen Hakone.

Glück auf und ein frohes Wandern!

Voyapon

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